(mb)
Anlässlich des August-Meetings 2005 überreichte unsere Präsidentin Angelika Stern im Namen des Clubs einen Scheck über 2'500 Euro
an Gisèle Bourcart für den Verein DIAMBOUGOUM (übersetzt 'ich schenke Frieden'), der von ihr in Yayème (Senegal) ins Leben gerufen wurde.
Ziel dieses Vereins, dem 29 Frauen des Dorfes Yayème angehören, ist, die Ausbildung der Frauen
zu fördern und ihnen die Ausübung verschiedener handwerklicher Aktivitäten zu ermöglichen, u.a. durch Vergabe von Mikrokrediten.
Im Rahmen privater Reisen nach Senegal kam die im Elsass lebende Gisèle Bourcart in Kontakt mit Frauen vor Ort und
bemerkte deren Probleme: die Frauen, die in muslimischer Tradition leben, sind meistens alleinerziehend und Analphabetinnen.
Um den Frauen Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten, ermunterte sie sie zur Gründung eines "groupement" (was in etwa einem Verein gleichkommt),
so wie es der lokalen Tradition entspricht, aber in einem offiziellen und legalen Rahmen. Nun können die Frauen ihre
Ressourcen und Kompetenzen bündeln, Unternehmergeist entwickeln, sich gegenseitig anspornen, solidarisch sein und lernen,
autonom und selbstverantwortlich zu handeln.
Für ihre Zusammenkünfte brauchen die Frauen unbedingt eine Hütte, wo sie gemeinsam schreiben und lesen lernen,
nähen, Material unterbringen können usw. Der Kostenvoranschlag für eine solche Hütte aus traditionellen Materialien beläuft sich
umgerechnet auf etwa 2'500 Euro. Gisèle Bourcart dankte uns im Namen der Frauen von Yayème und berichtete sehr anschaulich von
diesem Projekt, von Lebensweisen und Traditionen in Senegal. Hierbei erwähnte sie auch zwei Bücher, die die tiefen Unterschiede
zwischen unserem westlichen Denken und der afrikanischen Mentalität eindrucksvoll schildern.
Fatou Diome, Der Bauch des Ozeans, Zürich 2004
Erik Orsenna, Madame Bâ, Paris 2003
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